17015686 1330436917033707 3935312219798261417 oSindelfingen:
Im Glaspalast zu Sindelfingen (Baden Württemberg) wurden am Wochenende die Deutschen Hallenmeisterschaften der U20 Leichtathleten ausgetragen. Das bedeutet gleich vier Jahrgänge kämpfen in jeder Disziplin um Edelmetall. Nur im parallel ausgetragenen Winterwurf wird auf Grund der verschiedenen Wettkampfgewichte nach U18 und U20 unterschieden.


Die deutsche Dreisprungmeisterin des letzten Sommers in der U18, Mara Häusler Jahrgang 1999 vom 1.LAV Rostock, galt mit ihrer Weite von 12,71 Meter als klare Favoritin – aber die Leistung stammt aus dem Sommer. Bis zum gestrigen Start konnte der Schützling von Peter Schörling auf Grund einer Verletzung keine Wettkämpfe bestreiten und nur eingeschränkt trainieren. Und so machte es Mara sehr spannend. Sie startete mit 11,81 Meter sehr verhalten in den Wettkampf. Verschenkte viele Zentimeter am Balken und musste gar bis zum 5. Durchgang, als bis dahin Achte, um die Finalteilnahme zittern. Dann allerdings nahm der Wettkampf richtig Fahrt auf und konnte kaum spannender sein! Mara hatte den Sprung genau getroffen und schob sich mit ihrer Weite von 12,15 Meter auf den zweiten Rang. Vor die Berlinerin Caroline Joyeux, die bis dato 12,14 Meter zu stehen hatte und verwies gleichzeitig Kira Wittmann mit 12,13 Meter nun auf den undankbaren vierten Platz.
Dazu ihr Trainer Peter Schörling: “Man merkte Mara die lange Wettkampfpause an, die Unsicherheit. Mit der Weite bin ich nicht zufrieden – hätte man mir vor dem Wettkampf gesagt, dass man damit eine Medaille macht – ich hätte es nicht geglaubt. Aber für Mara freut es mich natürlich. Sicher wird sie morgen für den Hallenländerkampf Italien, Frankreich, Deutschland in Halle nominiert.“
Den Titel sicherte sich die ein Jahr ältere Leonie Neumann mit 12,49 Meter. Jeder ihrer Sprünge gereichten der Athletin aus Baden - Württemberg zum Sieg.
Silber für Mecklenburg - Vorpommern gewannen auch Dovile – Michelle Scheutzow im Stabhochsprung mit 3,80 Meter vom Schweriner Sportclub und der Neubrandenburger Tim Ader mit seiner Weite von 55,10 Meter im Diskuswerfen der U20.

Auch Wiebke Griephan von LAV Ribnitz – Damgarten Sanitz präsentierte sich in starker Form. Sie belegte im Sprintfinale in 7,54 Sekunden einen starken 4.Platz (über 60 Meter waren 87 Sprinterinnen am Start – 9 Vorläufe!) und wurde über 60 Meter Hürden mit neuer persönlicher Bestleistung von 8,74 Sekunden Sechste.

Und noch eine Goldmedaille ging nach M/V:
Der Neubrandenburger Peer Sönksen, seines Zeichens Triathlet, gewann die 3000 Meter in neuer Hallenbestzeit von 8:26,59 Minuten.
Der Rostocker Erik Schoob wurde hier Neunter.

Dagmar Thoms
Sindelfingen, am 25./26.Februar 2017
1.LAV Rostock